06.21
Es ist nun gut drei Jahre her, dass ich ein Mac Besitzer war. Damals erlag ich dem Charm des MacMinis, der aber leider aus Performance Sicht nicht wirklich meinen Anforderungen gerecht wurde. Dabei ging es mir weniger um ein hochgezüchtetes, vor Plattenplatz strotzendes Monster, sondern viel mehr um die alltäglichen Dinge, wie Internet-Aktivitäten, Medienverwaltung und natürlich “Berieselung”. OSX war damals genau so gut, wie heute, zumindest aus meiner jetzigen Sichtweise. Allerdings muss ich dabei auch anfügen, dass der MacMini damals schon mit 800 Euro zu Buche geschlagen hat und für diese Summe, mit 512 MB Ram, viel zu wenig Ram hatte. Die Ram Ausstattung hat Apple ja aber vor einer ganzen Weile in den Griff bekommen und verkauft keine Macs mehr mit weniger als einem Gigabyte.
Nach circa 5 Jahren mit FreeBSD, 2 Jahren mit Linux fand ich, dass es mal wieder Zeit wäre Windows eine Change zu geben. Ohne jetzt die üblichen OS Wars anzufachen, will ich nur kurz anmerken, dass ich mit Windows gerne arbeite. Im Berufsleben habe ich zur Zeit fast ausschließlich mit WindowsXP, dem VisualStudio 2005 und C#.NET zu tun, was aus Entwicklersicht, die beste mir bis Datum unter gekommende Entwicklungsumgebung darstellt. Die Integration, die Microsoft über die Jahre entwickelt hat, ist gelinde gesagt – sehr vollständig. In kurzen Stichpunkten BizTalk Server, SQL Server, C#.NET Assemblies, ASP.NET Frontends. ;)
Aber nun zurück zum Thema. Über die Jahre war eine CLI Umgebung fester Bestandteil des täglichen Schaffens, und da der Mensch ja ein Gewöhnungstier ist, zwangsläufig mit Nostalgie für mich verbunden. Unter Windows gibt es ja auch eine CommandLine, aber naja, lassen wir das lieber. ;-)
Nun hatte vor ein paar Tagen ein MacBook geordert und Dienstag dann ausgepackt. Leider war die Woche etwas stressig, so dass ich erst heute richtig dazu gekommen bin, mich mal ganz in Ruhe um das neue Schmuckstück zu kümmern. Was mir natürlich gleich positiv aufgefallen ist, war die hervorragende Verarbeitung des MacBooks. Ich habe preisbewusst auch die absolut niedrigste Variante genommen, die Apple anbot. Sprich, irgendwas an die 940 Euro mit 1 GB Ram, 120 GB Platte und ohne SuperDrive. 4 GB Ram sind natürlich extern bestellt wurden und einem DVD Brenner in einem Notebook hab ich noch nie getraut. Dann lieber ein gutes internes Laufwerk im PC. Die Plattenkapazität ist – zumindest für mich – ausreichend. Die “großen Datenmengen” liegen eh mount-bar Netzwerk. Zur Verarbeitung kann ich dann auch schon nicht mehr viel schreiben. Bin voll auf zufrieden mit dem Gesamtpaket, selbst die Tastatur, die mich anfangs ziemlich zweifeln lies, stellte sich als hervorragend heraus. Vergleichend mit einem 200 Euro günstigerem Samsung Notebook, was ich im Mai mal evaluiert hatte, ist das eine ganz andere Klasse, trotzdessen, dass es auch nur die Consumer Variante ist.
Abschließend noch ein paar Worte zu Leopard. Als Leopard released wurde mochte ich die Optik anfangs nicht wirklich. Eine transparende MenuLeiste ist für mich persönlich eine Schandtat, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Auch von Freunden hörte ich, dass sie nicht auf Leopard updaten wollten, dafür gabs diverse Gründe. Ich selber hab ja nun seit ein paar Tagen selber mit Leopard zu tun und mag es sehr. Da Tiger bei mir zu lange zurück liegt, kann ich auch kaum was zu den Unterschieden sagen. Dafür sei dann mal auf das Internet verwiesen. Ich bin bisher sehr begeistert davon, dass Leopard selbst mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher schon hervorragend läuft. Selbst die Intel irgendwas onboard Grafikkarte hat bisher keine Performance Engpässe erkennen lassen.
Alles in allem bin ich froh, wieder beim Mac zu sein. Jetzt geh ich erstmal wieder auf Applikationsfang, da hat sich ja in den letzten drei Jahren doch etwas getan. :-)
Update:
Die klassischen Fotos, “wie ich es ausgepackt habe”, hatte ich vergessen!
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